Freitag, 3. September 2010
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Vaterbild im Kinderbuch: Drucken E-Mail

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Alle Bücher könne Sie selbsverständlich auch gleich über den Link unten links im Vätershop bestellen.

 
Kinder machen Männer stark Drucken E-Mail
Image  Männer brauchen Mut, um ihren eigenen Bedürfnissen, denen ihrer Partnerin und der Kinder gerecht werden zu können – und das alles auch noch mit ihrer Berufstätigkeit zu vereinbaren. Ganz schön schwer? Sicher. Aber es ist möglich! Der Autor hat in Eltern-Kind-Gruppen, Geburtsvorbereitungskursen, Vätergruppen und bei vielen anderen Gelegenheiten eine erstaunliche und ermutigende Kreativität der (werdenden) Väter erlebt. So kommen viele Väter zu Wort, beschreiben ihren Kinderwunsch, ihr Leben mit dem Kind und der Partnerin, berichten aus ihrer Sicht über Geburtsvorbereitung und Geburt, zeigen, wie sie in Konfliktsituationen gehandelt und mit welchen Gefühlen sie sich auseinander gesetzt haben. Außerdem gibt es am Ende jedes Kapitels viele Tipps und Informationen, vom Gesetz zur Elternzeit bis zum Neuen Kindschaftsrecht, Literatur, web-sites, sowie Adressen für Rat und Hilfe.
Unbedingt empfehlenswert!

Kinder machen Männer stark
Ralf Ruhl
rororo 60584, € 8,90

 
Sehnsucht nach Papa Drucken E-Mail

Image Am liebsten sitzt Patte im Rumpelzimmer oben auf dem Speicher. Dort kann er stundenlang Abenteuergeschichten lesen, das Piratenschiff auseinander und wieder zusammen bauen oder sich Sachen ausdenken, die er seiner Mutter schenken kann: Einen Elefanten aus Stoffresten, eine Flöte aus Wachs oder einen Gutschein für's Zimmer aufräumen. Am liebsten schaut er sich aber das Bild von seinem Vater an. Matrose ist der, fährt zur See und erlebt täglich viele Abenteuer. Und ganz bestimmt kommt er eines Tages zu Patte zurück.

Abgehauen ist er, sagt Mama, Sitzengelassen hat er mich mit einem Kind im Bauch. Doch Plattes Sehnsucht ist stärker. Mit detektivischem Spürsinn macht er sich auf die Suche, wälzt Telefonbücher, befragt Nachbarn und wirft schließlich eine Flaschenpost ins Meer. Leider kann er mit Mama nicht darüber reden, die ist ja in den doofen Werner verliebt. Aber zum Glück ist gegenüber Janne eingezogen. Ihre Mutter ist Sängerin, ständig unterwegs - sie wohnt mit ihrem Vater und dem kleinen Bruder zusammen. An langen Nachmittagen, wenn der Regen auf das Dach des alten Autos auf dem Schrottplatz trommelt, erzählen sie sich ihre Lebensgeschichte - und ihre Fantasien.

So lernen beide - ziemlich schmerzhaft - die Realität des Elternverlusts anzuerkennen und einen eigenen Weg ins Leben zu finden. (RR)

Zeevaert, Sigrid: Flaschenpost für Olle Pfitzmann. München, 2001, dtv-junior, € 6,00 ab 8 Jahre

 
Gute Nacht, Papa! Drucken E-Mail

Image Kester Schlenz ist Redakteur bei Brigitte. Und ein Vater, der gerne Gute-Nacht-Geschichten erfindet und seinen Kindern erzählt. So getestet wurde ein Buch daraus - und jetzt auch eine MC mit vier Geschichten, die Kester Schlenz selbst vorliest. Der Titel führt ein wenig in die Irre, suggeriert er doch, hier bringe ein Kind den Vater zum Schlafen - oder ähnlich lustiges. Im Gegenteil. Es handelt sich um vier richtig aufregende Abenteuer-Geschichten, die das Einschlafen regelrecht verbieten. Im "Grützgeist" reist ein Junge mit einem zu klein geratenen Gespenst in die Geisterwelt. Schön unheimlich und gruselig - und er muss sich einiges einfallen lassen, um nicht erst in 50 Jahren wieder zurück zu dürfen. "Professor Quetzekopp" ist ein Wissenschaftler, wie man ihn sich in Abenteuerbüchern vorstellt. So wie Einstein mit wallendem weißen Haar, wie er der Welt die Zunge herausstreckt. Er hat Spaß am Erfinden und eröffnet seinem kleinen Assistenten die Welt der Physik und Chemie. Bis zum großen Knall - dann ist der Professor verschwunden. Aber als nach vielen Jahren eine Antarktis-Expedition in Lebensgefahr gerät, taucht er auf wundersame Weise wieder auf.
Eine schöne Anregung zum Geschichten-Erfinden und Weiterspinnen - aber bloß nicht einschlafen! RR

Kester Schlenz: Gute Nacht, Papa!, Mosaik, 2000. € 11,00

 
Frisch verliebt Drucken E-Mail

Image Finn und Jenny sind verliebt. So verliebt, dass es nervt. Und zwar alle: Freunde, Freundinnen und vor allem die Eltern. Nie sind die beiden wirklich ansprechbar. So erlauben sie, was eigentlich undenkbar scheint: die beiden Zwölfjährigen dürfen zusammenziehen! Doch bevor sie das Wochenendhaus von Jennys Eltern beziehen, wird geheiratet. Nicht in echt, aber es ist doch eine würdevolle Zeremonie. Papa hält eine Rede, in der von Freud und Leid des Zusammenlebens berichtet - und das wollen die beiden nun erproben.

Wunderbar, welches vertrauen die Eltern in ihre Kinder haben. Da gibt es keine Sprüche wie "was da alles passieren kann". Und auch keine Häme, als das Experiment schief geht, sondern echte Traurigkeit. Die Konflikte des Liebespaars sind typisch - und dennoch sehr persönlich und lebendig beschrieben. Sie nervt es, dass er selbst am Hochzeitstag Sport gucken muss, ihn ärgert das Poster des halb nackten Superstars im Schlafzimmer.

Dass es trotz großen Krachs nicht zur dauerhaften Trennung kommt, haben sie Papa und Mama zu verdanken. Ihre lange Erfahrung in Ehe, Streit und Konfliktlösung kommt allen zu Gute.

Ein tolles Buch! Frisch Verliebte können sich selbst, Eltern ihren Wert auch für abweisende Jugendliche entdecken. Die Zeichnungen von Barbara Scholz sind witzig, fangen mit leichtem Strich die Hochgefühle und Ängste der Kids ein, die Herz zerreißende Sehnsucht wie den Nerv des Alltags. Mehr davon!

Schreiber, Bernd: Mister Fantastic und Miss World. München, 2000. dtv-junior, € 6,50. Ab 12 Jahren